Olympus bezieht Stellung zu den aktuellen Gerüchten, denen zufolge sich das Unternehmen bald aus dem Kamerageschäft zurückziehen könnte.
Gerüchte zu Olympus Ausstieg aus dem Kamerageschäft
In den letzten Tagen haben im Netz verstärkt Gerüchte die Runde gemacht, dass Olympus sich möglicherweise bald aus dem Kamerageschäft zurückziehen könnte. Wir haben versucht diese Gerüchte in einem Artikel einzuordnen und sind zu dem Fazit gekommen, dass es aktuell unserer Meinung nach keinen Grund zur Sorge gibt. Trotzdem haben wir in der Vergangenheit schon mehrfach gesehen, dass große Unternehmen von heute auf morgen vom Markt verschwinden. Und bei der aktuellen Marktlage wäre es auch nicht weiter verwunderlich, wenn irgendwann in den nächsten Jahren ein großer Hersteller den Rückzug antreten müsste..
Offizielle Stellungnahme von Olympus
Da die Gerüchte für jede Menge Diskussionen gesorgt haben, haben wir auch nochmal bei Olympus selbst nachgehakt und um eine Stellungnahme gebeten. Diese haben wir auch erhalten und sie liest sich folgendermaßen:
„Am 6. November stellte Olympus in Japan die aktuelle Unternehmensstrategie für die künftigen Geschäftsjahre vor. Die Unternehmensbereiche Imaging und Scientific Soltuions sind dabei klar als weiterhin wichtige Komponenten des Olympuskonzerns aufgeführt worden. Daneben liegt die Ausrichtung auf dem Ausbau des Medizingeschäftes, um das Wachstum der Olympus Corporation als weltweit führendem Medizintechnikunternehmen voranzutreiben.“
Des Weiteren schreibt Olympus: „Der global ausgewiesen Verlust für die Monate April-Sept. 2019 ist geringer als unsere Planungen ausgefallen und ist daher sogar ein Indiz für eine positive Entwicklung.“
Olympus gibt Entwarnung
Kurz gesagt: Olympus gibt Entwarnung. Außerdem haben gegenüber 43rumors in der Zwischenzeit auch weitere Quellen und Olympus Manager bestätigt, dass an den Gerüchten nichts dran ist.
Somit kann man sich zu 99 Prozent sicher sein, dass uns Olympus in den nächsten Jahren weiterhin mit neuen Kameras und Objektiven begeistern wird. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es allerdings nie. Pläne können sich schnell ändern und auch Samsung hatte im September 2015 Gerüchte zu einem Ausstieg zunächst einmal dementiert. Knapp zwei Monate später war es dann aber doch soweit und Samsung gab offiziell bekannt, dass man sich aus dem Kamerageschäft zurückziehen wird.
ein Kaufmann/Frau der/die mir „einen guten Morgen“ wünscht muss ich zunächst einmal nachsehen, „ob die Sonne tatsächlich aufgegangen ist“.
„Somit kann man sich zu 99 Prozent sicher sein, dass uns Olympus in den nächsten Jahren weiterhin mit neuen Kameras und Objektiven begeistern wird.“
Aha, dann hat Olympus auch die nächste Photokina garnicht abgesagt? Nur ein Gerücht? Fakenews? Verschwörungstheorie?
D.h. Nikon und Leica steigen auch aus dem Kamerageschäft aus??
Die ganzen Gerüchte um Olympus nerven. Sie sollten auch schon vor 1 Jahr eingetroffen sein. Ich hoffe sehr, dass diese ein Ende finden werden.
Lang lebe Olympus mit seinem großartigem MFT Konzept weiter! Wäre sehr schade, wenn man wieder ausschließlich diese großen und schweren KB- und APSC-Systeme einsetzen müsste…
Selbst wenn Olxmpus aus dem Kamerageshäft aussteigen sollte, was ich nicht glaube, gäbe es immer noch Panasonic für mft. Keiner wird gezwungen mit APSC oder gar KB fotografieren zu müssen.
Ist aber auch eine schreckliche Vorstellung mit so einer riesigen Fuji oder Ricoh GR oder gar Sigma fp zu fotografieren. 😉
@Jörg: „Ist aber auch eine schreckliche Vorstellung mit so einer riesigen Fuji oder Ricoh GR oder gar Sigma fp zu fotografieren.“
Es geht nicht um die Bodies, sondern um die Wechselobjektive! Bei festverbauten System geht es kompakter und leichter, wie bei Ricoh GR oder meiner Leica Q.
@Jörg
Stimmt, dann lieber mit einer kleinen Panasonic G9 oder GH4; HiHi
Nix für ungut, aber da bin ich lieber mit der X-E3 mit den 23mm, 35mm, 50mm 2.0 unterwegs, das ist klein und leicht!
Das liegt wohl eher an der verquasten photokina Strategie.
Nikon und Leica haben auch abgesagt.
Für die photokina gilt. „Never change a winning horse.“
Unter Umständen erleben wir eher das Ende der photokina.
Was ein großer Verlust für Foto und Film wäre.
Dann kann man gleich das Ende der Fotografie vorhersagen. Das Geschäft ist bei ALLEN Herstellern rückläufig und wird sich auf recht niedrigen Niveau stabilisieren. Wer als nächster aufgibt oder übernommen wird, ist dabei vollkommen offen.
nährboden für zündstoff? wenn ich ein unternehmen besitze und das gerücht kommt auf, daß ich bald den bach runter gehe, werde ich es immer dementieren. alles andere wäre geschäftschädigend.
argumente gegen die gerüchte:
– nach wie vor werden neue kameras vorgestellt.
– das neue werk
– … und es gibt wenn man länger hinschaut sicher noch viele argumente mehr.
olympus, wie wäre es mit einer digitalen olympus mju ii. optischer sucher, linse min. f2.0, auslöser, timer und blitz. jpg und raw. und das für 289,-€ mit mft-sensor bei umgerechnetem 35mm objektiv. (evtl. dazu ein klassischer digitaler bildschirm mit anzeigen, iso, blende, … keine bildkontrolle. 🙂
Ein Glück … denn ich schätze verschiedene Olympus-Objektive wie das 2.8 7-14 mm an meiner GH 5 sehr°
„Der global ausgewiesen Verlust für die Monate April-Sept. 2019 ist geringer als unsere Planungen ausgefallen und ist daher sogar ein Indiz für eine positive Entwicklung.“
LOL! Ich frage mich immer wer sich solche Sprüche einfallen lässt? Besser konnte das nur die DDR, die waren ständig vor dem Abgrund, obwohl die Pläne übererfüllt waren.
Naja, wenn ich für einen Zeitraum Verluste einkalkuliere um gewisse Investitionen tätigen zu können (z.B. den Umzug meiner Produktion oder dem Rückkauf von Unternehmensanteilen), die mir im Nachhinein wieder mehr Geld in die Kassen spülen oder mich wettbewerbsfähiger machen sollen, dann ist ein Ergebnis mit einem geringeren Verlust als ich eingeplant habe durchaus ein Erfolg.
Es wird sich zeigen wie es mit Olympus weitergeht, ich glaube aber nicht, dass die den Laden so schnell dicht machen.
Warum sind die SensorBildStabilisatoren von Olympus besser (wirkungsvoller) als die anderer Kamerahersteller? Ganz einfach, und Olympus weiss warum sie sehr früh damit angefangen haben: Weil bei kleineren Sensoren die Reaktionszeit (Beschleunigungszeit der Sensormasse) kürzer ist! D.h. mit kleinen Sensoren ist die Stabiliserungswirkung gröösser. Sicherlich könnten auch andere Hersteller die Stabilisierungsleistung so gut wie Olympus, wenn sie nur eben kleinere Sensoren dafür verwenden würden.
Sony baut das schon seit 10 Jahren (!) ein, wohlgemerkt für Vollformat. Das der IBIS bei Sony tadellos funktioniert, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Trotz Vollformat gibt Sony eine Wirkung von -5 an, bei Olympus sind es mit den Winzsensoren -6. Ich kann daher die Lobhudelei auf den IBIS von Olympus nicht nachvollziehen. Funktionieren tuen sie beide ausgezeichnet.
Ich habe sowohl Sony als auch Olympus – mach mal mit beiden bei rund 50 mm Brennweite ein Foto mit 1 Sekunde Belichtungszeit oder mal mit 2 Sekunden…
Dann wird klar, das der Sony IBIS ok ist, aber auch noch längst nicht spitze, auch nicht in der 7RIV oder 9. Da ist noch viel Luft nach oben.
Ich fotografiere mit Sony (A7 III) und mit Olympus! Der Stabi in der Olympus arbeitet m.E. deutlich besser als der in der A7. Und wo dabei sind, lasse uns gleich mal über die Sensorreinigung sprechen. Die Sony hat permanent Staub auf dem Sensor (und Ich wechsle die Objektive wirklich mit Vorsicht)! Bei Olympus habe ich diese Probleme überhaupt nicht. Irgendwas scheint Olympus ja wohl richtig zu machen!
Ich kenne Olympus nicht aktiv. Aber ich fände es schade, wenn so ein Hersteller aussteigen müsste. Wie auch in einem Kommentar hier zu lesen ist, wird der Kameramarkt sich wahrscheinlich auf einem niedrigeren Niveau einpendeln.
Die Vielfalt würde einfach verloren gehen. Und ich habe nur gute Dinge über Olympus gehört.
Wieso sollte Olympus sich aus der Kamerasparte zurückziehen. Die Kameras machen keine 10 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Mit der Endoskop-Sparte macht Olympus doppelt so viel Gewinn, wie mit Kameras umgesetzt wird. Gerade auf https://www.photoscala.de/2019/11/13/halbjahresbilanzen-von-canon-nikon-co-so-steht-es-um-die-wichtigsten-kamerahersteller/ gelesen.
Danke für die Info Dennis. Damit ist die Ausage von Olympus doch bestätigt und nachvollziehbar. Ich jedenfalls freue mich auf 2020! 😉
Weil man bei der Entscheidung ob man die Kamerasparte schließt nicht auf den Umsatz schaut, sondern wie hoch die Verluste sind.
Es ist die Frage, ob Olympus bereit ist die Verluste der Imaging Sparte weiterhin aufzufangen. In dem Bericht wird auch von einem Umsatzrückgang von 17% gesprochen. Beunruhigend ist aber auch, das die Sonderefekte der Produktionneustrukturierung bzw. Verlagerung, bereits im Jahr 2018 in die Bilanz eingegangen sind. Somit ist das Ergebnis von -5,7 % ohne außergewöhnliche abschreibungen entstanden.
Unter Umständen schaut man auch, wie die Synergien sind.
Olympus und damit Panasonic haben den unschätzbaren Vorteil,
Kamerasysteme zu haben, welche von Anfang an, voll auf die digitale Bildaufzeichnung ausgelegt sind.
Damit haben sie viel Erfahrung.
Bei DSLR wurde nur SLR an Digital angepasst.
Liest man jedenfalls so, von schlaueren Leuten, als ich.
Sony hat erst vor fünf Jahren etwa angefangen und CaNi, eben est jetzt.
Ja und was für ein Gerücht haben wir für Fujifil, dem Hersteller, dem angeblich immer die Sonne scheint.
Photo Rumors:
https://photorumors.com/2019/11/12/the-latest-fujifilm-financial-results-revenue-down-12-4-income-down-53-for-imaging-business/
Vielleicht nur noch Sofortbild oder Kosmetika (machen die auch).
Oder Einstellung der Kamerasparte?
Die Lösung, alle japanischen Kamerahersteller schließen sich zu einem neuen Riesenkonzern zusammen.
Cafuniolpanpenrisharson
Das ist es, nur etwas schwer auszusprechen.
Ist auch zu lang und passt nicht auf den Kamerabuckel.
Wie wärs mit „Samurai“?
Ist kürzer und klingt besser …
ich erinnere mich noch an den überheblichen Kommentar von Fuji, als sie auf den erwarteten Marktrückgang um 50% – wie von Canon prognostiziert – reagiert haben. Jetzt ging der Umsatz bei Fuji in der Kamerasparte sogar um 53% zurück. Da wurde jemand sehr schnell von der Realität eingeholt! Und ohne ihre Sofortbild-Kameras könnten sie den Laden abschliessen. Niemandem geht es derzeit im Kamerabusiness gut. Hoffen wir auf Besserung. 2020 wird zeigen ob dieses Sparte noch eine Zukunft hat, oder ob wir ein Massensterben erleben.
Tja,
auch Fuji kocht anscheinend nur mit Wasser … Hochmut kommt vor dem Fall!
Joe,
vielleicht noch mal genau nachlesen was gesagt wurde und dann nicht alles durcheinander würfeln.
Dann schaue Dir mal die Marktanteile der Hersteller von 2010 an und vergleiche diese mit 2018, was sehen wir dort ? 2010 zwei dominierende Platzhirsche Canon und Nikon schon weit abgeschlagen Sony als Nr 3, Fuji spielte da nur eine kleine Nebenrolle mit ihren umgebauten Nikon Kameras und den Kompakten. 2018, Nikon konnte Platz 2 noch retten aber der Vorsprung zu Sony war nur noch minimal und Fuji ist von der Nebenrolle zur Nr.4 herangewachsen (wohl gemerkt in einen schrumpfenden Markt)
Aktuell können Nikons DSLM immer noch nicht die Verluste der DSLR Sparte auffangen und Nikons Marktanteile bei DSLM lag 2018 bei 4,5% (letzter Platz) Da hat Nikon noch einen steinigen Weg vor sich und man darf auch nicht vergessen einen eingefleischten Rolf (Nikon) und Joe (Canon) haben bis jetzt die neuen Kameras nicht dazu inspiriert Geld auszugeben und Neukunden fotografieren lieber mit dem Smartphone ?
@Mirko
…genau nachlesen…
genau tu das bitte es geht hier um eine Aussage von Fuji in 2018 und nicht um einen Vergleich mit dem Jahre 2010. Sony hatte mal 100% bei VF DSLM, jetzt haben sie noch 50%!!! Warum ist doch klar!
@ Joe,
beziehst Du Dich auf diesen Artikel ?
https://klon.photografix-magazin.de/canon-nikon-verlust-marktanteile/
Dann bitte genau lesen denn dort steht,
„ Diese Information stammt angeblich von internen Studien, die Fujifilm vor einiger Zeit durchgeführt hat.“
Aha angeblich und nicht bestätigt…..da schaue ich mir lieber die Zahlen an und dort sehe ich das Canon und Nikon im Laufe der Jahre Marktanteile eingebüßt haben….kann doch letztendlich egal sein da Du ja befürchtest das Canon sogar ganz aussteigt ?
Erinnern möchte ich daran
das Firmen mit vollen Auftragsbüchern mit jedem produziertem Stück Verluste einfahren können, also je mehr Umsatz um so größer die Verluste. Das ist wirklich ungesund!
Wenn ich schon das Unwort „Gewinnwarnung“ höre könnte ich k….en! Wenn ich mit meiner Firma nach Steuern ordentlich im Plus war ist für mich die Welt in Ordnung gewesen.
Wenn ein Aktien notierter Konzern statt der vorausgesagten 12% Gewinn NUR noch 11,5% erwirtschaftet geht die Welt unter und der Kurs fällt in den nächsten Stunden ins Bodenlose! Wer spinnt da? Doch nur die Zocker Bande mit Hilfe von unwahren Gerüchten!
Deswegen, und weil ich keine näheren Informationen zum Olympus Konzern besitze glaube ich mal deren Äußerungen! Obwohl ich nie eine Olympus besessen habe wäre es schade um die Fotomarke Olympus wenn es sie nicht mehr gäbe.
Leider ist die Stellungnahme gar keine Entwarnung. Imaging kann auch alles andere sein wie industrielle Bildverarbeitung. Scientific Solutions ist der Bereich, der stark am Wachsen ist, also wird da das meiste Geld investiert. Mit den Dingen, die an Gewerbliche Kunden verkauft werden, ist das meiste Geld zu verdienen, und das und nichts anderes will ein Unternehmen. Bei den mir bekannten Objekterkennungskameras werden Optiken von Fuji eingesetzt, es könnte auch Olympus sein. Mein Rat an Olympus, um auch die Fotosparte profitabel zu machen: Zuerst die OM-D EM1X ersatzlos einstampfen, die PEN E-PL8 gleich hinterher. Dann die EM5 nochmal überarbeiten, die EM1 per Software optimieren, falls es überhaupt notwendig ist, dann die PEN-F unbedingt im Programm belassen. Und zu guter Letzt die Produktion runterfahren, damit jede Kamera und jedes Objektiv etwas Geld einbringt.
Hugh
Wenn Olympus deinem Rat folgt, können sie wirklich ihren Kameraladen zu machen.
Hallo Robin,
mit guten aber eher wenigen Produkten kann man besser Geld verdienen. Ein gutes Teil muß seinen Preis haben. Wenn Preiskämpfe laufen, geht das meistens nach hinten los. Preiskämpfe erleben wir gerade im TV Bereich. Vor 20 Jahren liefen Preiskämpfe im Bereich Hifi, die Hersteller haben sich inzwischen auf ihre Stärken besonnen und verlangen für guten Klang auch gutes Geld. So sollte das auch bei den Kameras sein, gutes Geld für gute Qualität. Und.. die Gerüchte über Schließung der Kamerasparte schadet nur den Unternehmen. Wenn irgendwo darüber berichtet wird, dann bitte nur wenn die Info Hieb- und stichfest ist.
Als Betreiber einer Seite für Foto-„News“, die nur von den englischsprachigen Seiten abschreibt und mit einem gewissen Anteil an persönlicher Meinung garniert muss man sich selbstredend an dem erbärmlichen Clickbait des zugrunde liegenden Ergusses beteiligen…
Für alle Kommentatoren unter diesem Beitrag bezüglich der OFFIZIELLEN Reaktion seitens des Herstellers, die meinen, dass diese nur ein Lippenbekenntis wäre, sei angemerkt, dass es dem Gesamt-Konzern ausgezeichnet geht und die Fotosparte einen Anteil daran von lediglich ca. zehn Prozent hat – aber dies nur mal so am Rande.
Fuji, Nikon und Leica nehmen ebenfalls nicht an der PK 2020 teil, stellen damnach auch baldmöglichst Produktion und Verkauf der entsprechenden Artikel ein – richtig?
Und für diejenigen, die meinen, dass ein KB-Sensor mit einer Stabilisierung von fünf EV-Stufen eine Supersache sei – das ist richtig.
Nur leider ist Olympus aufgrund exklusiver Patente und Fertigung Olympus in der Lage einen Stabilisierung von sieben EV-Stufen anbieten zu können.
Warum schaffen die 1″-Kameras von Sony, Panasonic und anderen Herstellern nicht eine deutlich höhere Stabileistung, wenn es doch nur die Sensorgröße ist, die derartige Effektivität erlaubt?
Vielleicht sollte der eine oder andere einfach mal nicht soviel schreiben, ohne zuerst das Gehirn eingeschaltet zu haben.
Hallo Uwe,
schon richtig, Olympus als Gesamtkonzern geht es gut. Es geht ja auch nicht um die PK, diese Messe wird es bald sowieso nicht mehr geben. Auch nicht um irgendwelche Stabis oder Sensorgrößen. Der Fotomarkt ist der Dreh- und Angelpunkt. Noch vor 20 Jahren war für die Erzeugung einer Fotoaufnahme eine Kamera und ein Film notwendig, also hatten fast alle Haushalte eine kleine Sucherkamera mit Blitz. Das war oftmals nicht mehr als die berühmte „Ritschratsch“. Die SLR und Messsucherkameras waren für die Spezialisten, die Modelle waren lange im Programm, es gab selten Neuheiten. War auch nicht notwendig und auch für die Hersteller in Punkto Entwicklung billiger. So konnte man mit geringer Stückzahl gutes Geld verdienen. Trotzdem haben schon in den 70ern Traditionsfirmen wie Franka aufgegeben. Die heutige Ritschratsch ist das Handy mit stark limitierten Möglichkeiten. Was fehlt, ist wirklich das Wecken des Interesses bei den möglichen Kunden, denn viele wissen gar nicht, welche gigantischen fotografischen Welten schon einfachere Systemkameras bieten. Die Photokina mit tollen Shows und den ganzen Tüdelkram schreckt nur noch ab, es sollten Hausmessen geben und bei diesen muss das Publikum das gesamte Spektrum probieren dürfen. In Hamburg gibt es einen großen Hifi-Händler, welcher jedes Jahr im Februar eine Hausmesse veranstaltet. Hören, sehen, staunen. Und so verdient man Geld.
@Uwe:
„Als Betreiber einer Seite für Foto-„News“, die nur von den englischsprachigen Seiten abschreibt und mit einem gewissen Anteil an persönlicher Meinung garniert muss man sich selbstredend an dem erbärmlichen Clickbait des zugrunde liegenden Ergusses beteiligen…“
Nanana, wer wird denn da gleich unsachlich 🙂
1. Korrekt, die meisten meiner Artikel übertragen Inhalte von englischsprachigen Seiten ins Deutsche. Das setze ich dann meistens in einen größeren Kontext und ergänze hier und da meine persönliche Meinung. Dass ich damit den Journalismus nicht neu erfinde ist klar, aber was ist daran verwerflich? Wem die Artikel hier nicht gefallen und wem sie zu wenig Mehrwert bieten, der muss sie ja nicht lesen. Und schon gar nicht kommentieren. Aber auch du bist ja hier schon seit mehr als einem Jahr dabei, also scheine ich ja auch irgendwas richtig zu machen 🙂
2. „Erbärmlicher Clickbait“ ist für mich etwas anderes, sorry. Ich habe im ersten Artikel Gerüchte von einer ernstzunehmenden (!) Quelle aufgegriffen und versucht diese einzuordnen, mit dem Fazit, dass meiner Meinung nach aktuell kein Grund zur Sorge besteht. Anschließend habe ich die offizielle Stellungnahme von Olympus zum Thema veröffentlicht. Hier auf der Seite geht es nunmal zu einem großen Teil um Gerüchte, logisch greife ich da solche Gerüchte auf, wenn sie – nochmal – von einer ernstzunehmenden Quelle stammen. Auch hier gilt: Wem das nicht gefällt, der muss Photografix in Zukunft ja nicht mehr besuchen.
Hallo Mark,
ich bin diesmal Optimist. Wir werden demnächst sicher etwas „spektakuläres“ im MFT Kameramarkt von Olympus hören. Vielleicht ein 32 MPix MFT Sensor oder 8K 30 fps Video.
LG Bernhard
Mal davon abgesehen das die Kameras von Olympus nicht die besten sind spürt im Moment jeder Hersteller einen massiven Rückgang bei den Verkäufen. Samsung hat sich ja nicht ohne Grund aus diesem Bereich zurück gezogen. Tatsache ist das vor allem die jüngere Generation fast nur Fotos mit dem Smartphone macht was für instagram und Co durchaus reicht.
Wer macht deiner Ansicht nach die besten Kameras?
Canon! Und auch die besten Objekte! Die neue 90D bietet bei Apsc mit 32.5 Megapixel die höchste Auflösung. Canon ist auch nicht ohne Grund Marktführer.
frank, sehr gut zu wissen, daß die besten kameras die höchste auflösung haben. das muss ich mir merken. *ironie off*
Nach Robin Wong, darf man von Olympus nächstes Jahr einiges erwarten.
Aber nicht, dass sie ihre Kamera-Sparte aufgeben.
Als ehemaliger Olympus-Kunde der 80er Jahre mit einem umfangreichen Kamerasystem und vielen Optiken weiß man ja aus eigener Erfahrung, wie Olympus mit Krisen im eigenen Kamerageschäft umgeht: Nichts genaues sagen, nichts präzise dementieren und nur wachsweiches allgemeines Blabla. Und langsam aber sicher alles einschlafen lassen. Das machen sie ja nicht zum ersten Mal, in anderen Produktbereichen sind sie Ende der 90er Jahre genauso vorgegangen. Und wenn MFT nicht gekommen wäre, wäre FT genau diesen Weg gegangen.
Als Kunde kann man dann zusehen, wie das System langsam stirbt. Die Hoffnung stirb zuletzt, aber sie stirbt.
Ich bin von Olympus zu oft als Kunde vereimert worden, als dass ich noch mal einen Pfifferling auf Produkte oder Versprechungen dieser Firma geben würde. Wenn man aufmerksam ist, merkt man auch genau, wie Olympus in der eigenen Kommunikation herumeiert. „Imaging“ wird immer nur Verbindung mit der Medizintechnik genannt und sie werden einen Teufel tun und das Kamerabusiness explizit als solches benennen.
Mir tun nur die ganzen Fanboys leid, die ja sowieso seit Jahren in ihren Foren ihre Kleinsensor-Rechtvertigungspolemik verbreiten (müssen). Aber wenn es Olympus so wie zuvor handhabt, wird es immerhin kein plötzliches Erwachen, aber irgendwann merkt es auch der treueste Fan, dass der Zug längst abgefahren ist.
Traurig, aber so handhabt das Olympus seit Jahrzehnten, wenn sie aus einem Segment aussteigen.
Für mich als ehemaliger Olympus-Kunde steht jedenfalls nach den letzten 30 Jahren fest: Nie wieder einen müden Euro in Olympus investieren. Fehler muss man nicht wiederholen.
Vielleicht hat Olympus über die Einstellung der Fotosparte etwas zu laut nachgedacht. Aber es gibt zumindest in D etwas, womit man zumindest kurzzeitig Auftragsmangel abfedern kann, Kurzarbeit. Ähnliches dürfte es wohl auch anderswo geben. Also anstatt in Vorstandsetagen das Rasieren beschlossen wird, sollte man vorerst die Produktion runterfahren, dann überlegen, wie man mit dauerhafter Absatzschwäche umgeht. Es geht nun mal nicht um paar Kameras sondern für Millionen von Nutzern um deren finanziellen Totalverlust. Bei Samsung ist das 2015 passiert und der Schaden, auch der Imageschaden war unermesslich. Danach waren alle Kameras und die übrige Ausrüstung von Samsung quasi wertlos. Das Image ist übrigens das, wovon eine Marke lebt, sonst würden wir alle nur Dacia fahren, damit kommt man auch überall hin. Also, Olympus, trefft kluge Entscheidungen, enttäuscht eure Kunden nicht. Fast vergessen, auch Fujifilm hatte vor Jahren die Sparte soweit aufgegeben… und kamen 2012 mit X-Mount.