In dieser Woche wollen wir unsere „Rückblick Serie“ zur photokina beenden. Heute geht es um Canon – und das Unternehmen hat uns insgesamt eher positiv überrascht.
Canons Neuheiten von der photokina
- Canon EOS 7D Mark II
- Canon PowerShot G7 X mit 1-Zoll-Sensor
- Canon PowerShot SX60 HS mit 65-fach-Zoom
- Canon PowerShot N2
- Canon EF-S 24mm f/2.8 STM
- Canon EF 24-105 f/3.5-5.6 IS STM
- Canon EF 400mm f/4 DO IS II HSM
Im Vorfeld der photokina 2014 hatten wir eigentlich nicht übermäßig viel von Canon erwartet. Im Grunde wurde nur über eine einzige Kamera gesprochen, die EOS 7D Mark II. Die kam dann auch Gott sei Dank auf den Markt – und war aus unserer Perspektive so etwas wie geniale Kamera und Enttäuschung zugleich. Enttäuschung unter anderem deshalb, weil im Vorfeld viel über eine völlig neue und revolutionäre Sensor-Technologie gesprochen wurde, die dann aber letztendlich nicht zum Einsatz kam.
Trotzdem – die EOS 7D Mark II ist nun endlich da und es ist eine gute Kamera geworden, hier kann Canon also schon einmal ein paar Pluspunkte sammeln. Für eine wirklich gute Note im Rückblick reicht das aber nicht – doch Canon hat ja nicht nur die EOS 7D Mark II, sondern auch drei neue Kompaktkameras vorgestellt. Und vor allem die PowerShot G7 X war für uns insgesamt eine sehr positive Überraschung. Canon verbaut hier einen verhältnismäßig großen 1-Zoll-Sensor und sieht dabei gleichzeitig sogar noch ein, dass die Sony Sensoren derzeit zu den besten auf dem Markt gehören (der Sensor aus der G7 X stammt von Sony). Auch die SX60 HS mit ihrem 65-fach-Zoom ist nicht zu unterschätzen.
Zu guter Letzt hat Canon sich auf der photokina noch überraschend offen in Interviews gegeben, so wurde unter anderem angekündigt, dass demnächst neue spiegellose Systemkameras und auch eine High-Megapixel-Kamera auf den Markt kommen sollen. Davon haben wir jetzt im Moment noch nichts, deshalb soll das auch nicht zu sehr in die Bewertung einfließen.
Fazit
Canon stellt vor allem mit der 7D Mark II und der PowerShot G7 X zwei interessante neue Kameras vor. Der Gesamtauftritt auf der photokina geht unserer Meinung nach völlig in Ordnung, allerdings fehlt ein wahrer Kracher – dieser könnte allerdings in den nächsten Wochen folgen, denn derzeit kursieren ja diverse Gerüchte. Von uns erhält Canon im photokina Rückblick die Note 2.
Am Samstag bekam ich meine neue PowerShot G7 X und nach dem ich sie entsprechend meiner älteren S110 eingestellt hatte machte ich einen Spaziergang und testete sie. Klar schöne Bilder macht sie, keine Frage der große Chip zeigt seine Wirkung. Genaueres wird sich aber erst in extrem Versuchen dunklere Räume, Makro und Teleaufnahmen zeigen.
Wenn man seit der S20 die PowerShot S Serie kennt bemerkt man aber schnell zwei Umstände, an die man sich nun bei einer G gewöhnen muss (vielleicht daher G) sie ist spürbar schwerer und dicker. Als kleines Problem sehe ich aber das man nun den Blitz manuell einschalten muss und er sich nicht automatisch dazuschaltet. Dies ist bestimmt nur eine Umgewöhnung, aber zu Beginn sehr stören da ich es öfter vergesse.
Stören tut auch, dass mittlerweile keine CD mit der Software beiliegt und man alles über das Netz hochladen muss und das bei einer Kamera dieser Preislage kein USB Kabel beiliegt, in dieser Preisklasse sollte dies doch noch möglich sein. Nicht jeder nutzt immer die WLan Anbindung, die auch so einfach nicht einstellbar ist. Nach dem fünften Versuch brach ich es erst mal ab. Klar auch dies kann an mir liegen aber es könnte etwas automatischer und einfacher ablaufen.
Sobald ich mehr Erfahrungen gesammelt habe schreibe ich wieder.
Danke für deine ersten Eindrücke! Ja, hinterlasse gerne nochmal einen Kommentar, wenn du dich etwas länger mit der G7 X beschäftigen konntest – würde uns freuen!
Einer kleiner Zwischenbericht, klar der große Chip bringt Vorteile alle Bilder im Freien geschossen geben das wieder, was das Auge gesehen hat, die Bilddateien sind natürlich entsprechend größen, was aber bei den Preisen von Speichermedien kein Problem darstellen sollte. Die verschiedenen Automatikstufen wird man, wenn überhaupt, erst nach und nach nutzen und dann deren Gebrauch beurteilen können. Man muss aber eine Liebe zu solchen Spielereien haben. Blenden-, Zeitautomat und auch die Vollautomatik macht das was sie soll und es sind gute Ergebnisse. Einen richtigen Test wird bestimmt ein Fachmagazin rausbringen und die Werte vergleichbar darstellen, meine Erfahrungen sind hier nur Eindrücke, die sich auch aus den Umständen der Aufnahmeumstände ergeben, also nicht unbedingt eine Messlatte für andere wären.
Negativ fällt mir im Gebrauch immer wieder das doch schwere Gewicht auf, was aber durch eine solide Verarbeitung von gutem Material erklärbar und handwerklich gut ist, aber wenn man es tragen muss stört es im Vergleich zu Powershot S Serie. So schön der massive und sehr gute klappbare Monitor auch ist, er ist der Grund, das die Kamera sehr tief wurde und er trägt auch einen hohen Anteil am hohen Gewicht bei, aber wann braucht man die Klapphilfe. Am Boden liegend vor einem kleinen Objekt? Naja bei solchen Motiven nehme ich die 5d mit einem guten Makroobjektiv, für Selvies macht er Sinn, aber kaufen sich die Teens dafür ein solch teure Kamera? Bestimmt nicht.
Innen sieht es da schon etwas anders aus. Im Mainzer Dom habe ich ein paar Bilder ausprobiert und da unser Dom sehr dunkel ist die ASA auf 10000 eingestellt das Mauerwerk rauscht dann doch schon sehr stark, was aber je nach dem mit welcher Canon Software man die Bilder betrachtet scheinbar weggerechnet wird. Hier muss ich mal ein Bild ausdrucken und dies dann beurteilen.
Sehr schnell macht der Akku schlapp, nach ca 80-100 Aufnahmen ohne viel den Blitz zu benutzen, macht er schlapp und die rote blinkende Warnung ist zu sehen und Videos habe ich noch gar keine versucht, da bin ich mal gespannt. Wie gut, dass ich meine Kameras immer gleich mit einem Reserveakku kaufe. Der Monitor wird wohl einen größeren Strombedarf haben, vermutlich auch der größere Chip und die Mechanik des Objetivs ist auch Am Stromverbrauch beteiligt. Stiefmütterlich wurde mal wieder die Platikklappe für den USB Anschluss behandelt, während die restliche Kamera sich sehr edel darstellt ist diese Platikabdeckung peinlich, aber wir kennen dies ja von der S Serie ähnlich. Hoffentlich hält sie. Rechtshänder werden bemerken, dass wegen dieser Klappe die Handschlaufe besser nicht rechts anzubringen ist. Dort könnte man durch die Hebelwirkung dann schneller die Klappe abbrechen. Also Handschlaufe besser links anbringen.
Ein Fazit ist schwierig, eine sehr schöne Kamera mit einigen Vorzügen und einigen Mankos. Man muss, wie bei jeder Kamera immer vorher überlegen, was man mit ihr fotografieren will und dann entscheiden.